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Frankfurter Selbstportrait 2026

Die Konzertreihe der Frankfurt Gesellschaft für Neue Musik versammelt auch 2026 die Vielfalt der zeitgenössischen Musikszene im Raum Frankfurt. Unter dem Motto „Portrait“ präsentieren Künstler*innen unterschiedlichster Generationen und ästhetischer Positionen Konzerte zwischen Performance, Elektronik, Interdisziplinarität, Improvisation, Klangkunst und politischer Reflexion. Die Reihe versteht sich nicht nur als Plattform für neue Musik, sondern als Ort des Austauschs, der Begegnung und des gemeinsamen Nachdenkens über Gegenwart und Zukunft. Ergänzt durch Gesprächsformate wie die „critique locale“ sowie Vorträge und Vermittlungsangebote schafft die fgnm Räume, in denen Musik, Publikum und Diskurs miteinander in Verbindung treten. Gemeinsam mit zahlreichen Partnerinstitutionen macht die Konzertreihe sichtbar, wie lebendig, plural und relevant die freie Szene für neue Musik in Frankfurt heute ist.



Mit freundlicher Unterstützung und der finanziellen Förderung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain und des Kulturamts der Stadt Frankfurt

22.05.: Spheres of Blurred Memories
20:00 Uhr Nebbiensches Gartenhaus

Werke von Rolf Riehm, Alexander Reiff und Fausto Romitelli

Erinnerungen zerfallen. Erinnerungen sind verschwommen. Erinnerungen sind oft nicht greifbar und bleiben fragmentarisch und zerfließen wie Wasser und rinnen durch die Hände und und und…
…und doch bleibt etwas: ein Gefühl. Mal greifbar – mal vage. Mal tröstlich – mal schmerzlich. Erinnerung ist Freude, Trauer, Wut und Bedauern und Wahnsinn und und und… Diese Gefühle, die den Erinnerungen innewohnen, durchziehen wie ein feines Gewebe die Klänge des Programms spheres of blurred memories.

Caroline Rohde – Blockflöte
Alexander Reiff – Komposition & Elektronik

28.05.: Werk im Diskurs
19:00 Uhr, Lobby des PA-Gebäudes, Goethe-Universität Westend-Campus

Michael Quell – anisotropie (2001)

Klavier: Ermis Theodorakis

Der Leipziger Pianist Ermis Theodorakis wird am Beginn dieses Konzertabends das Werk zunächst erst einmal unkommentiert aufführen, um so dem Publikum einen ersten,
unmittelbaren hörenden Zugang zur Komposition zu ermöglichen.

Anschließend wird Michael Quell innnerhalb eines visualisierten Vortrags über die Ästhetik, den geistigen Hintergrund und die konkrete kompositorische Gestaltung des Werks, dessen charakteristische Struktur und Klangmaterialien sprechen. Insbesondere wird dabei der Zusammenhang zwischen dem aus der Physik entlehnten gedanklichen Ausgangspunkt der Komposition und deren konkreten musikalischen Struktur beleuchtet und jeweils immer wieder an ausgewählten Klangbeispielen unmittelbar erfahrbar. Im Gespräch werden Ermis Theodorakis und Michael Quell auch konkret auf die spieltechnische Dimension der Komposition Bezug nehmen. Anschließend wird Ermis Theodorakis das Werk erneut aufführen und dabei den Weg zu einer völlig neuen Hörerfahrung öffnen.

Zum Abschluss des Abends moderiert die Frankfurter Musikwissenschaftlerin Viktorija Stojak eine Diskussion mit Theodorakis, Quell und dem Publikum, die den Blick noch einmal auf grundsätzliche Fragen des dem Werk zugrunde liegenden ästhetischen Ansatzes geweitet wird.

Weitere Konzerte der Reihe:
(Infos zu den einzelnen Konzerten folgen)

12.07.: Trio Radial – Nomadische Stimmen

18.07.: ensemble in transition

28.08.: Claus Kühnl – Neues vom Olymp

30.09.: Claudia Warth – Volcano

September/Oktober: Alejandro Sarriegui – Musik und Natur

Oktober: Nikolaus Heyduck & Oliver Augst – nikotron / Selbstbeschreibung

Oktober: Delia Ramos Rodriguez & Federico Ambruosi – Disrupted

Oktober/November: Joshua Witzel & Co – A Rohingya Refugee Visits the Zoo

Oktober/November: ensemble alt & Robin Völbel – Unporträtiertes: Technologien der Musik

November: Trio Echo in FFM

November: Marco Ramaglia & Iris Werhahn – Center or Surround

02.11.: Jo Jena & Burtis Knight

13.11.: Jan Jacob Hofmann – Elektronischer Dialog

15.11.: Jacob Bussmann – Sceptical Birds

20.11.: Sophie Herr – Furore!