Von der Imitation zur Illusion, bis hin zur Irritation: Im Zentrum des Programms steht die Nachahmung und ihre Grenzen. Es geht um das Imitieren…
Von der Imitation zur Illusion, bis hin zur Irritation: Im Zentrum des Programms steht die Nachahmung und ihre Grenzen. Es geht um das Imitieren von Naturgeräuschen, von der Simulation bis hin zur Differenz zwischen dem, was man hört, und der intendierten Imitation des Komponisten oder der Komponistin. Diese Diskrepanz wird hier genauer erforscht. Thematisch existiert die Imitation von Naturgeräuschen schon so lange, wie es Musik gibt. Dabei finden die verschiedenen Annäherungen und Abstraktionen in jeder Epoche eine eigene Klangsprache, von hochstilisiert bis zu hypernaturalistisch. Diese verschiedenen Stile werden im Programm kontrastierend oder ergänzend aneinandergereiht. Wobei das Publikum – von Wüstenwind, Vogelgezwitscher, Meeresrauschen, der menschlichen Stimme oder durch immanente Zweistimmigkeit verführt – eingeladen ist, die Imitationen und Täuschungen des solistischen Programms zu hinterfragen. Das zieht nicht nur stilistisch alle Register, sondern wortwörtlich auch in der Wahl der Instrumente. So ist von einem Renaissance-Sopran, über hochbarocke Alt-, Voice-, und Tenorblockflöten auch eine Paetzold-Kontrabassblockflöte dabei.
DORA DONATA SAMMER Blockflöte
Programm:
From Imitaions to Illusions
Giorgio Tedde (*1958)
Austro für verstärkte Altblockflöte
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Allemande & Courante (aus: Partita a-moll für Flöte solo BWV 1013)
Luciano Berio (1925-2003)
Gesti für Altblockflöte
Fausto Romitelli (1963-2004)
Seascape für verstärkte Paetzold Kontrabassbockflöte
Jacob van Eyck ( um 1590-1657)
Engels Nachtegaeltje (aus: „Der Fluyten Lust-hof“)
Im Rahmen des Fratopia Festivals der Alten Oper
21:00 Uhr und 22:00 Uhr