28.5.26
19:00
Uhr
Präsidium der Goethe-Universität, Norbert-Wollheim-Platz, 60323 Frankfurt am Main
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Michael Quell – anisotropie (2001) Klavier: Ermis Theodorakis Der Leipziger Pianist Ermis Theodorakis wird am Beginn dieses Konzertabends d…

Werk im Diskurs

Michael Quell – anisotropie (2001)

Klavier: Ermis Theodorakis

Der Leipziger Pianist Ermis Theodorakis wird am Beginn dieses Konzertabends das Werk zunächst erst einmal unkommentiert aufführen, um so dem Publikum einen ersten,
unmittelbaren hörenden Zugang zur Komposition zu ermöglichen.

Anschließend wird Michael Quell innnerhalb eines visualisierten Vortrags über die Ästhetik, den geistigen Hintergrund und die konkrete kompositorische Gestaltung des Werks, dessen charakteristische Struktur und Klangmaterialien sprechen. Insbesondere wird dabei der Zusammenhang zwischen dem aus der Physik entlehnten gedanklichen Ausgangspunkt der Komposition und deren konkreten musikalischen Struktur beleuchtet und jeweils immer wieder an ausgewählten Klangbeispielen unmittelbar erfahrbar. Im Gespräch werden Ermis Theodorakis und Michael Quell auch konkret auf die spieltechnische Dimension der Komposition Bezug nehmen. Anschließend wird Ermis Theodorakis das Werk erneut aufführen und dabei den Weg zu einer völlig neuen Hörerfahrung öffnen.

Zum Abschluss des Abends moderiert die Frankfurter Musikwissenschaftlerin Viktorija Stojak eine Diskussion mit Theodorakis, Quell und dem Publikum, die den Blick noch einmal auf grundsätzliche Fragen des dem Werk zugrunde liegenden ästhetischen Ansatzes geweitet
wird.

Ermis Theodorakis wurde 1979 in Athen geboren. Dort studierte er Klavier bei Nilyan Perez-Ioannidis, Komposition bei Yannis Ioannidis sowie Musikwissenschaft an der Universität Athen. Es folgten Aufbaustudien Klavier bei Håkon Austbø am Konservatorium Amsterdam und Komposition bei Claus-Steffen Mahnkopf an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. 2016 promovierte er an der Universität Athen über den Komponisten Michael Adamis. Seit 1994 verfolgt er eine internationale Konzerttätigkeit mit besonderer Affinität zu komplexen Richtungen der zeitgenössischen Musik. Als Solist arbeitete er mit Orchestern wie dem Athener Staatsorchester und den Buenos Aires Philharmonikern sowie Ensembles wie Ensemble Linea und Ensemble SurPlus unter Dirigenten wie Peter Eötvös und Arturo Tamayo. Er hat mit Komponisten wie Iannis Xenakis, Brian Ferneyhough, Claus-Steffen Mahnkopf und Mark Andre zusammengearbeitet. Seine acht Solo-CDs umfassen u. a. das Gesamtklavierwerk von Xenakis und Mahnkopf. Seit 2017 ist er Lehrbeauftragter für Gegenwartsmusik an der HMT Leipzig.